| AX10 von Robitronics |
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Ready, steady, crawle
Der AX10 Scorpion von dem amerikanischen Hersteller axial ist bereits in der Szene bestens bekannt. Nun bringen die Kalifornier, über ihren Vertriebspartner Robitronics, den AX10 in einer RTR (Ready to Run) Version auf den deutschen Markt.Für unter 300€ ist diese fahrfertige Version eine echte Kampfansage. Lediglich ein 7,2V Racepack für das Fahrzeug und 8 x AA Batterien für die Pistolensteuerung müssen eingelegt werden, dann geht es los.
Wir wollen sehen ob der Skorpion sticht. Der Transportkäfig des Skorpions ist ein solider Karton, der durch die transparenten Kunststoffe einen direkten Blick auf das Objekt der Begierde zulässt. Es zeigt sich eine fertig mehrfarbig, überwiegend hellgrün, lackierte Karosserie. Eine designtechnisch klare Abgrenzung des RTR zum Bausatzmodell. Die Lackierung des RTR kann mich nicht überzeugen, die vorgeschlagene giftgrüne Farbgestaltung des Bausatzes wirkt passender, weil aggressiver. Ein Skorpion ist nun mal kein Kuscheltier. Beim Öffnen des Kartons könnte man annehmen ein Skorpion sei in dem Karton verendet. Es stinkt aus dem Karton. Ich habe bei schönem Wetter im freien gesessen und der Geruch war wirklich störend. Selbst Stunden später wurde der Geruch noch als nicht angenehm empfunden. Die Reifen sind hier der Grund des Übels. Also schläft der Skorpion in der Garage, dort stört es niemanden. Vorsicht auch mit der Lagerung des leeren Transportkartons. Dieser hat den Geruch auch aufgenommen und dünstet auch aus. Vor der ersten Testfahrt ist eine erste technische Durchsicht angesagt. Recht filigran kommt der Crawler daher. Gerade mal 1588 g (Werksangabe) bringt der 4x4 auf die Waage. Dazu gesellen sich noch ein paar Gramm für den Fahrakku. Kein Gramm zu viel auf den Rippen. Auch die Gewichtsverteilung ist vorbildlich. Hängt man den AX10 mittig unter dem Getriebe auf, so kippt er ganz leicht nach vorne. Bei dieser guten Ausgangsbasis bleibt dem Fortgeschrittenen genug Spielraum, das Chassis nach seinen Wünschen zu trimmen. Die weitere Durchsicht zeigt viel Kunststoff. Besonders auffällig die, vor der Achse montierte, Lenkstange. Den zähen Spezial-Verbundstoff des Lenkgestänges benutzen die Kalifornier bei den unteren Längslenkern ebenfalls. Auch diese lassen sich unter Druck verbiegen. Was ebenfalls zu Veränderungen in der Spur führt. Bei der weiteren Inspektion findet sich der Verbundstoff auch an den oberen Dreieckslenkern. Hier jedoch formstabil gepresst. So kann sich die Achse um den jeweiligen Endpunkt des Aufhängungsdreiecks bewegen. Und das tun die Achsen. Verschränkung bis der Arzt kommt. Die Kardanwellen, als Verbindung zwischen Verteilergetriebe und Achsen, ist konsequent auch aus hochzähem Verbundstoff gefertigt. Die Kalifornier setzen überall auf Leichtbau. Natürlich setzt sich dieser Trend an den Achsen fort. Im Gegensatz zum Baukasten lässt sich die Hinterachse hier nicht einfach als Lenkachse umbauen. Hier werden die optionalen Achsschenkel zur Umrüstung benötigt. Die Aufnahmepunkte für den Lenkservo sind jedoch bereits vorhanden. Genug der Technikdurchsicht. So ein Skorpion gehört in die freie Wildbahn. Die achtbeinigen Namensgeber leben bevorzugt in sandigen und steinigen Gegenden. Doch bevor es nun endlich ins Gelände geht noch ein kleiner Falltest. Die ausgewogene Gewichtsverteilung fordert einfach dazu heraus. Nach anfänglichem Zögern und steigern der Fallhöhe habe ich den AX10 schließlich aus gut zwei Metern Höhe fallen lassen. Ergebnis: er landet katzengleich sicher auf den vier Gummipfoten. Cralwcat wäre also auch ein passender Namen für den Kraxler. Die ersten Testfahrten fanden im heimischen Garten und der hauseigenen Trialstrecke statt. Beides für den Crawler kein Problem. Es zeigte Aber eigentlich hört der Kalifornier dem Namen nach in die Felsen. Schließlich ist RockCrawling das eigentliche Ziel. Also den schnellen Motor wieder raus und den 27T Motor wieder rein. Bei dieser Aktion wird direkt das kleinere Motorritzel mit 14 Zähnen montiert. Somit erhält der AX10 mehr Kraft, da sich das Untersetzungsverhältnis auf 6,2:1 ändert. Dazu wird noch die Vorderachse mit dem mitgelieferten Bauteil gesperrt. Hierfür muss die Vorderachse komplett demontiert werden. Die vier Schrauben von vorne werden gelöst, dann der Servo demontiert um an die darunter liegende Schraube zu gelangen. Dazu noch die Achsschenkelhalter entfernt und schon liegt das gut gefettete Kegelrad mit dem Differentialkäfig Zum schweren Einsatz im felsigen Gelände empfiehlt Axion eine weitere Tuningmaßnahme. Die Schaumstoffeinlage der „Rock Lizards“ 2.2 Spezialreifen soll sternförmig beschnitten werden. So gerüstet geht es in schwierigstes Gelände. Das erste Testgelände besteht aus einer gut 3 m hohen Natursteintreppe auf dem nahe gelegenen Spielplatz. Eigentlich ist diese Treppe nicht fahrbar. Auf den einzelnen Absätzen findet der Kalifornier hauchdünn Platz. Trotzdem oder gerade deshalb wurde diese Location als Teststrecke gewählt. Am Anfang tun sich Fahrer und Die Unkompliziertheit des AX10 veranlasste mich dazu den 4x4 mit in die schottischen Highlands zu nehmen. Hier konnte ich an verschiedensten Stellen dem Spieltrieb freien Lauf lassen. Ob nun im Geröll der Flüsse oder in den Felsen am Strand. Der Skorpion fühlte sich überall zu Hause.
Fazit: Der AX10 Scorpion RTR ist ein echtes Spaßmobil. Das ideale Fahrzeug um günstig und schnell in schwierigstes Gelände einzutauchen. Dabei bleibt aber auch die Option zum schnellen Fahren und spektakulären Stunts. Zum Wettbewerbsfahrzeug fehlt der feinfühlige Antrieb. Eine solide Grundlage ist auf jeden Fall gelegt.
Technische Daten Fahrzeug: AX10 Scorpion RTR Maßstab: 1:10 Klasse: Rock-Crawler Länge: mm 450 Breite: mm 254 Radstand: mm 304 – 320 Spurweite vorne: mm 198 Spurweite hinten: mm 198 Reifendurchmesser vorne: mm 132 Reifendurchmesser hinten: mm 132 Reifendurchmesser innen: mm 57 2,2“ Reifenbreite vorne: mm 56 Reifenbreite hinten: mm 56 Gewichtsverteilung v/h: % 50 / 50 Die Konstruktion Vorderachsaufhängung: 3 - Link, zwei Längslenker, ein Dreieckslenker Chassis: Aluminium Rahmen, Getriebe als tragendes Element Hinterachsaufhängung: 3 - Link, zwei Längslenker, ein Dreieckslenker Kupplung: Differential: optional vorne Metallzahnräder, hinten nein
Ausstattung Fernsteuerung: Pistolensteuerung, zwei Kanal Motor: 27 Turns 540er Bauart Servo: Hi-Torque Standard Größe Tank: Akku 7,2V Gewicht: g 1588g Werksangabe Vertrieb: Robitronic, Güntherstr. 11, A – 1150 Wien Bezugsquelle: Handel / Internet |


